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Visuelles Entrée

Wenn ab Herbst 2017 das Stadtmuseum Stuttgart seine Türen öffnet, sollen im einladenden Foyer Besucherinnen und Besucher mit einem Kunstwerk begrüßt werden.
Im Rahmen eines geladenen Kunstwettbewerbs waren Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste eingeladen eigens für diesen Ort ein Kunstwerk zu entwerfen. Der außergewöhnliche Entwurf »Straßenlaternen« der Künstlerin Anike Joyce Sadiq wurde einstimmig von der Jury ausgewählt und wird ab Herbst 2017 im zweigeschössigen Foyer des Museums zu sehen sein.

Exklusive Kunstpartnerschaft: das Stadtmuseum Stuttgart und die SÜDWESTBANK

Das Kunstwerk wird dem Stadtmuseum Stuttgart für den repräsentativen Eingangsbereich als Dauerleihgabe von der SÜDWESTBANK überlassen. „Wir haben seit unserer Gründung 1922 Stadtgeschichte miterlebt und mit unseren Kunden geprägt«, so Dr. Wolfgang Kuhn, Sprecher des Vorstands der Südwestbank. Der unabhängigen Privatbank sei es ein wichtiges Anliegen, den Kulturstandort Stuttgart zu fördern und als exklusiver Kunstpartner das Stadtmuseum Stuttgart zu unterstützen.

Kopfüber: Straßenlaternen im Museum

Fünf Straßenleuchten will Sadiq kopfüber an der Decke des Foyers installieren und an das öffentliche Beleuchtungsnetzwerk anschließen. Das An- und Ausgehen der Straßenlaternen innerhalb des Museums wird mit den Stuttgarter Straßenlaternen zeitgleich geschaltet, wodurch eine subtile Verbindung und Erweiterung des öffentlichen Raums entsteht. Der Entwurf greift Charakteristika des neuen Stadtmuseums wie den Gussasphalt-Boden als veredeltes Straßenmaterial auf. Formal lehnt er sich an einen Kronleuchter an und verweist einerseits auf die Vorgeschichte des Wilhelmspalais als königliche Residenz, ist gleichzeitig aber ein Hinweis auf die städtische Nutzung und die dadurch entstandene öffentliche Zugänglichkeit. Das Kunstwerk ist zudem biografisch inspiriert, Sadiq ist in Stuttgart aufgewachsen. „Die Installation verbindet die Straße, den öffentlichen Raum, der allen zur Verfügung steht, mit dem institutionellen Raum des Stadtmuseums, betont diesen als öffentlichen Raum und fordert ihn als diesen heraus“, erklärt die Künstlerin.

Die Künstlerin Anike Joyce Sadiq

Anike Joyce Sadiq (geb. 1985) wuchs in Stuttgart-Heslach auf. Sie studierte bis 2013 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Intermediales Gestalten bei Discoteca Flaming Star und Neue Medien / Freie Grafik / Installation bei Birgit Brenner. 2015 war sie Villa- Romana Preisträgerin in Florenz. Sie lebt heute in Stuttgart und Berlin.

 Im Wettbewerbskonzept schreibt Sadiq: „Ich bin in Stuttgart aufgewachsen. Wenn ich sage, ich bin hier aufgewachsen, dann meine ich den öffentlichen Raum dieser Stadt. In meiner Kindheit und Jugend war der öffentliche Raum Spielplatz, Entdeckungsort und unser Zuhause. […] Der öffentliche Raum war Lebensraum, wir waren Draußen und Teil der Gesellschaft. […] In diesem Verhältnis zum öffentlichen Raum spielte das Straßenlicht eine wichtige Rolle: […] Die Straßenbeleuchtung war ein Zeichen von Sicherheit und bestimmte daher auch in meiner Jugend, wo ich und meine Freunde uns nach Anbruch der Dunkelheit aufhalten konnten“.

 

Ausdruck vom 26.02.2017
http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/strassenlaternen.html