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  • Unsere Sammlung

    Auch wenn das Stadtmuseum erst 2017 eröffnet, wächst schon jetzt die Sammlung in unserem Depot. Wir sammeln Dinge, die Stuttgarter Stadtgeschichten erzählen. Die Schwerpunkte der Sammlung, zusammengefasst in der Sammlungskonzeption, spiegeln die geplanten Ausstellungen wider: Industrie und Migration, Architektur und Design, Lebensreform und Anthroposophie, Religionen und soziales Miteinander, Jugendkultur und Sport, Innovationen und Erfindergeist… Entscheidend ist dabei nicht der materielle oder künstlerische Wert eines Objektes, sondern die Geschichte, die es über die Stadt erzählt.

    Wichtige Erwerbungen seit 2007 waren unter anderem Nachlässe aus Stuttgarter Firmenproduktionen, aus Ateliers und Traditionsgeschäften wie beispielsweise Gustav Jäger, Nagel-Kodak, Fritz und Hannes Münch, Foto-Hostrup oder dem Werbegrafiker Karl Duschek. Es kamen aber auch Hotelsilber aus dem ehemaligen »Hotel Silber« oder die Werbefigur »Hautana« der früheren Cannstatter Mieder- und Tricotagen-Fabrik PRIMA DONNA in die Sammlung.

    Stuttgart 21

    Ein besonderer Sammlungsbereich der jüngsten Zeit waren die Ereignisse rund um »Stuttgart 21«. Seit Mitte 2010 dokumentierten die Fotografen der arge lola, Kai Loges und Andreas Langen, die Proteste für und gegen das Bahnhofsprojekt in Stuttgart und außerhalb. Gleichzeitig wurde aktiv gesammelt, und es kamen über 1200 Objekte in die Sammlung: Plakate und Buttons, Kunsthandwerk, Kreatives und Werbeartikel, einschließlich K21-Limo und »Resist«-Bier. Zu den Höhepunkten dieser Sammlung gehören ein Bahnhofsmodell aus Legosteinen, das den Moment festhält, in dem der Nordflügel abgerissen wird sowie ein 1,20 m tiefer Erdabstich aus dem Schlossgarten, der als Bodenprofil die historischen Schichten vom Mittelalter bis zur letzten Demonstration zeigt.

    Migrationsgeschichte

    Migration ist Teil der Stadtgeschichte und ein wichtiges Arbeitsfeld des Stadtmuseums. Um die Geschichten der vielen zugewanderten Stuttgarterinnen und Stuttgarter zukünftigen Generationen erzählen zu können, wurde ein eigener Sammlungsbereich zur Migrationsgeschichte angelegt.

    Ein erstes Sammlungskonvolut kam zum Thema »Flüchtlinge in Stuttgart zwischen 1980 und 2007«. Mit den Ausstellungen »Liebe auf den zweiten Blick« und »Merhaba Stuttgart«, die wir anlässlich der 50-jährigen Jubiläen der Anwerbeabkommen mit Griechenland, Spanien und der Türkei 2010 bzw. 2011 zeigten, konnten weitere Stücke für die Sammlung erworben werden. Und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung entstand die Webseite www.migrationsgeschichte.de mit Objekten zur Migrationsgeschichte.

    Wir sammeln weiter!

    Haben Sie noch Erinnerungsstücke an die Reise nach Deutschland und an die Ankunft hier in Stuttgart? Erste Anschaffungen, Ratgeber, Dokumente und Fotos Ihrer Familie und vom Arbeitsplatz? Wir suchen Erinnerungsstücke und Dinge, die davon erzählen, wie aus einer fremden Stadt Stuttgart zu einer für Sie vertrauten Umgebung, zu einer Heimat, wurde.

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    Dokumente & Links

  • Schwarze Kunststoff-Wählscheibe, eingenäht in das Innenfutter des senfgelben »Telefon-Anzugs« für Herren
    Detailansicht des sogenannten »Telefon-Anzugs« von Fritz Münch, 1954
  • Senfgelber Wollanzug mit Raglanärmeln, in dessen linker Innenseite eine schwarze Kunststoff-Wählscheibe und ein schwarzer Telefonhörer mit Schnur eingearbeitet sind. Aufgabe des Wettbewerbs in Rom war der zukunftsträchtige Entwurf eines Herrenanzugs für das Jahr 2000
    Sogenannter »Telefon-Anzug« oder auch »Atom-Anzug« des Stuttgarter Maßschneiders Fritz Münch, 1954 prämiert anlässlich des »Weltkongress der Mode« in Rom
  • Die Serigrafie zeigt auf grauem, quadratischem Grund die Zahl 2, die ihrerseits aus 14, teils angeschnittenen, buntfarbigen Quadraten gebildet wird
    Zahl 2, 1992, Serigrafie aus dem Grafischen Atelier von Stankowski+Duschek, anlässlich des Jubiläums der Hypo-Bank
    © Stankowski-Stiftung
  • Armlose Büste einer nackten jungen Frau mit kurzem, lockigem Haar. Der Schriftzug »Hautana« ist wie ein Band um ihre Hüften gelegt
    Werbefigur der Firma Hautana, 1950er Jahre
  • Rollfilmkamera für das Format 6 x 9 cm mit teils schwarz lackiertem Leichtmetallkameragehäuse, geprägtem, schwarzem Lederüberzug und Verschluss »Compur«. Sie zählt zu den allerersten Modellen seit der Firmengründung 1928
    Rollfilmkamera 6x9 der Fa. Dr. August Nagel, um 1929
  • Werbeanzeige mit Abbildungen verschiedener Modelle der Jäger-Kleidung, von der Socke bis hin zur Strickjacke
    Werbeanzeige von »Jaeger Woolware« für Mittel- und Südamerika, um 1915
  • Gläsernes Ladenschild mit dem goldfarbenen Schriftzug »Atelier Hostrup« auf schwarzem Grund
    Ladenschild des Fotoateliers Hostrup, um 1930
  • Kaffeekännchen aus kräftigem Silber mit fest montiertem Deckel und großem Ohrenhenkel
    Portionskännchen für Kaffee aus dem ehemaligen Hotel Silber, um 1900
  • Sammlung der unterschiedlichsten Buttons mit Motiven und Parolen, die während der Proteste für und gegen »Stuttgarter 21« entstanden sind
    Buttonsammlung der Befürworter und Gegner von »Stuttgart 21«, 2010/11
  • Transparent aus den Demonstrationszügen gegen »Stuttgart 21« aus einer weißen, querrechteckigen Malerleinwand mit schwarzer Aufschrift «Keine Amputation«, die an einem roten Besenstiel befestigt wurde. Über der Leinwand hängen drei Puppenrümpfe ohne Arme, Beine und Köpfe, zum Teil mit Mullbinden umwickelt
    Protesttransparent »Keine Amputation« gegen den Bau von »Stuttgart 21«, 2010 getragen von der Stuttgarter Künstlerin Esky Bail
  • Laminierter Teilnehmerausweis mit der Aufschrift »Sitzungsteilnehmer / Stuttgart Stresstest / 29.07.2011 / LHS / 57« an gelbem Lanyard mit dem Aufdruck der Stadt Stuttgart mit Rössle in Schwarz
    Teilnehmerausweis für die Präsentation des so genannten Stresstests für den Tiefbahnhofsbau im Stuttgarter Rathaus, 29.07.2011

Ausdruck vom 29.05.2017
http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/sammlung-konzept.html