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Zentrum Weissenburg e.V. Weißenburgstr. 28a, 70180 Stuttgart

»lesbisch, jüdisch, schwul«

26.01.–15.03.2014

In der Homosexuellenkultur der Zwanzigerjahre gab es viele – heute meist in Vergessenheit geratene – lesbische Jüdinnen und schwule Juden, die in Kunst, Wissenschaft und Literatur ihren Beitrag zur Emanzipation beider Gruppen leisteten. Magnus Hirschfeld als Gründer der weltweit ersten Homosexuellenorganisation ist eine herausragende Figur. Felice Schragenheim ist einem breiteren Publikum durch den Film »Aimee und Jaguar« bekannt geworden. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie doppelt stigmatisiert.

Die Ausstellung »lesbisch jüdisch schwul«, die vom Schwulen Museum, Berlin erarbeitet wurde zeigt 24 Biografien, die die Erfahrungen lesbischer Jüdinnen und schwuler Juden in der Zeit des Nationalsozialismus repräsentieren: Exil, Leben im Untergrund, Deportation, Ermordung aber auch Überleben und Wirken in der Nachkriegszeit. Die Biografien präsentieren die gesamte Bandbreite jüdischer aber auch homosexueller Verfolgungserfahrungen und dokumentieren das Schicksal der Doppelstigmatisierung im Nationalsozialismus.

Homosexualität im Stadtmuseum

Zur Stuttgarter Stadtgeschichte gehört auch die Geschichte der Homosexualität, die mit Karl Heinrich Ulrichs, dem »ersten Schwulen der Weltgeschichte« beginnt, der zwischen 1871 und 1880 in Stuttgart lebte.Die Ausstellung »lesbisch jüdisch schwul« ist ein Auftakt für Sammlungsaktionen des Stadtmuseums rund um die schwul-lesbische bzw. LSBTTIQ-Geschichte Stuttgarts.

Kooperationspartner Zentrum Weissenburg e.V.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Zentrum Weissenburg e.V. in der Weißenburgstr. 28a  in 70180 Stuttgart gezeigt.

Der Weissenburg e.V. ist seit 1996 der Trägerverein für die Räume des schwul-lesbischen Zentrums in Stuttgart. Ihm gehören 19 lokale und regionale Organisationen und rund 120 Einzelmitglieder an. Zweck des Vereins ist die Unterstützung der Mitgliedsorganisationen in den Bereichen Aufklärung, Beratung und Hilfe und Jugendarbeit, insbesondere durch das Bereitstellen von Räumen. Seit einigen Jahren engagiert sich der Verein zusätzlich im Bereich der Erinnerungsarbeit an homosexuelle Opfer der NS- und Nachkriegszeit. Er hat die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber mit gegründet und sich für den Erhalt des ehemaligen Hotel Silber stark gemacht. Er ist außerdem Mitinitiator und Mitgründer des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg. Der Verein wird von der Landeshauptstadt Stuttgart finanziell unterstützt

Veranstaltungsort

Zentrum Weissenburg e.V.
Weißenburgstr. 28a
70180 Stuttgart

Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen

Di–Fr 19–22 Uhr
So 15–20 Uhr

Besichtigung/Führung außerhalb der Öffnungszeiten nach vorheriger Absprache möglich
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Veranstaltungsprogramm

Vernissage: So 26.01. 2014, 18 Uhr
Begrüßung: Joachim Stein, Vorstand der Weissenburg; Dr. Anja Dauschek, Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart
Grußwort: Dr. Birgit Schneider-Bönning, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Stuttgart
Vortrag: Ralf Dose, Geschäftsführer der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin

So, 16.02.2014, 16 Uhr
»Einmal Exil und zurück, ein authobiographischer Roman« – Lesung mit Harry Raymon

Dokumente & Links

Ausdruck vom 11.12.2017
http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/lesbisch-juedisch-schwul.html