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Gesucht: Objekte zur jüdischen Geschichte Stuttgarts

Seit über 670 Jahren ist in Stuttgart jüdisches Leben nachweisbar. Das Stadtmuseum Stuttgart besitzt jedoch nur wenige Objekte aus dem Leben von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern.

Aus dem Nachlass der bekannten Textilfabrikanten-Familie Wolf aus Untertürkheim Ende des 19. Jahrhunderts haben wir einige Stücke erhalten. Die Familie übergab ihrer Haushälterin u. a. einen Tallit, Teffelin und Mesusot, als sie unter dem Druck der nationalsozialistischen Verfolgung emigrieren mussten. Eine Nachfahrin der Haushälterin stiftete diese Objekte schließlich vor ein paar Jahren dem Stadtmuseum.

In diesen Erinnerungsstücken der Familie Wolf verdichtet sich das Schicksal der jüdischen Einwohner Stuttgarts: Die Objekte zeugen von der Integration der jüdischen Bürger im 19. Jahrhundert in der Stadt, als die jüdische Religion und Kultur Teil des städtischen Alltags waren. Gleichsam sind sie Zeugnisse der grausamen Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung, die mit der Shoah endete.

Wir möchten die Geschichte der Juden in Stuttgart mit all ihren Facetten bewahren. Deshalb werden Objekte gesucht, die nicht allein im Kontext der nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte stehen, sondern das Leben vor und nach dieser Zeit darstellen. Unterstützt von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs ruft das Stadtmuseum Stuttgart daher auf, Erinnerungsstücke, Dokumente und Fotografien zu stiften, die Einblicke in die jüdische Geschichte Stuttgarts geben.

Gibt es in Ihrer Familie oder Ihrem Bekanntenkreis noch Erinnerungsstücke an z. B. Vereinigungen wie den Sportklub Hakoah Stuttgart? Besitzen Sie Dokumente aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus, beispielswiese zur Firmen- und Arbeitsgeschichte Ihrer Vorfahren? Kennen Sie Überlebende der Shoah aus Stuttgart? Haben Sie selbst Erinnerungen an die Nachkriegszeit, z. B. an das Leben im DP-Lager in der Reinsburgstraße oder kennen Sie Zeitzeugen? Erinnern Sie sich an den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde, an die erste Hochzeit? Die erste Bar Mitzwa? Nahmen Sie an Organisationen der WIZO, der Women’s International Zionist Organisation, in Stuttgart teil? Möchten Sie uns Ihre Familiengeschichte erzählen?

Helfen Sie mit die jüdische Geschichte der Stadt Stuttgart zu bewahren. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wenn Sie Gegenstände, Kontakte oder Geschichten für uns haben.

Kontakt:
Helena Gand
Landeshauptstadt Stuttgart
Kulturamt – Planungsstab Stadtmuseum
Eberhardstraße 61 Tagblattturm
70173 Stuttgart

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0711/216 96408

Ausdruck vom 21.10.2017
http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/juedisches-leben-2.html