• Heute hier, morgen dort... - mein Schreibtisch im Depot
  • Heute hier, morgen dort... - noch ein Schreibtisch im Depot
  • Heute hier, morgen dort... - mein Schreibtisch im Vorsichtungsraum
  • Heute hier, morgen dort... - mein Schreibtisch im Tagblattturm
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Herr der Dinge!

Vermutlich hat niemand vom Stadtmuseums-Team so viele Arbeitsplätze wie ich.

Als Registrarin bin ich verantwortlich für das Sammlungsmanagement. Was sich eher unspektakulär anhört, ist in Wahrheit verbunden mit vielen unterschiedlichen Tätigkeiten. Hierzu gehört die Organisation und Betreuung von Leihverkehren und Objekttransporten. Wenn zum Beispiel das Stadtmuseum Ausstellungsstücke an andere oder von anderen ausleiht, dann kümmere ich mich um die Logistik und die Absprachen mit Ver- bzw. Entleihern. Dass es hier viel zu beachten gibt, damit keines der Stücke Schaden nimmt und alle Eventualitäten geklärt sind, liegt auf der Hand. In meinem Büro im Tagblattturm bin ich deshalb umgeben von Aktenordnern, Unterlagen und Adresslisten, damit ich jederzeit alle Informationen zur Hand habe. Derzeit ist besonders viel zu tun, weil ab September die Exponate und Leihgaben für unsere zukünftige Dauerausstellung ins Wilhelmspalais einziehen sollen – eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe!

Ein weiterer großer Aufgabenbereich ist die Betreuung der Depots und der Objektbestände unseres Museums. Das macht besonders viel Spaß, weil ich hier auch zuständig für die Inventarisierung unserer „Schätze“ bin: Dafür gebe ich die wichtigsten Informationen zu einzelnen Objekten in eine Datenbank ein und mache Fotos von ihnen. All das geschieht an meinem Arbeitsplatz im Vorsichtungsraum unseres Depots im Bellingweg. Besonders spannend finde ich übrigens Recherchen zur Hintergrundgeschichte der einzelnen Stücke, oder Anfragen von Kollegen und Forschern, die auf der Suche nach bestimmten Dingen sind. Da jeder einzelne Gegenstand eine eigene Geschichte erzählt, kommt man kaum irgendwo sonst mit so viel Stadthistorie „zum Anfassen“ in Kontakt.

Und natürlich habe ich dann noch diverse Arbeitsplätze in den eigentlichen Depoträumen, die sich unterirdisch auf zwei Ebenen erstrecken – ein weiterer Schreibtisch, Arbeitsnischen, transportable Werktische… Hier lege ich zum Beispiel Exponate für Sonderausstellungen in unseren Zweigmuseen bereit, beschaue mir mit Restauratoren pflegebedürftige „Sorgenkinder“ oder sortiere von großzügigen Schenkern gespendete Neuzugänge. Eine Arbeit, die viel Freude macht und genau so vielfältig ist wie meine Schreibtische…

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