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Stadtmuseum Bad Cannstatt

wie der fußball nach württemberg kam

Die Anfänge des VfB in Cannstatt und Stuttgart

17.04.–28.08.2013

Vor 120 Jahren, 1893, gründete auf Initiative des drei Jahre älteren 1. Cannstatter Fußballclubs – eine auf dem Stöckach übende Spielgemeinschaft von Schülern und anderen jungen Leuten – den Fußballverein Stuttgart. 1912 formierte sich dann im Cannstatter »Hotel Concordia« der VfB als »Verein für Bewegungsspiele« durch Fusion des Fußballvereins Stuttgart 1893 und des Cannstatter Kronen-Clubs von 1897.

Die Anfänge des Fußballspiels im Stuttgarter Raum reichen aber noch eine Generation weiter zurück, als Mitte des 19. Jahrhunderts englische Schüler Stuttgarter und Cannstatter Privatschulen Rugby und Fußball an den Neckar brachten. Kronzeuge ist William Cail, Schüler der Klose'schen Privatschule in Cannstatt, der sich an Spiele auf dem Wasen im Jahr 1865 erinnert. Dies ist der bislang älteste bekannte Nachweis für Fußball in Württemberg.

Die Ausstellung beleuchtet Aspekte der frühen Fußballgeschichte in Cannstatt und Stuttgart. Bis zum Ersten Weltkrieg bildeten sich zahlreiche, heute nur noch zum Teil bestehende Fußballvereine. Diese entstanden auch aus sogenannten »Straßenwetzen«, wie zum Beispiel 1890 der Fußballclub »Nordstern« aus jungen Anwohnern der Alexanderstraße in Stuttgart, der sich später zum »Fußballverein 1894« entwickelte. Auch bereits bestehende Sportvereine wie der Turnerbund Cannstatt boten sehr früh Fußball für ihre Mitglieder an.

Im Fokus der Ausstellung steht dabei auch der bedeutende Cannstatter Fußball- und Sportpionier Philipp Heineken (1873-1959), der durch zahlreiche Veröffentlichungen, auch über Golf, Tennis und Cricket, viel für die Verbreitung der damals jungen englischen Rasenspiele in Deutschland getan hat. Ab 1894 gab er in einem Stuttgarter Verlag das erste Fußball-Fachblatt für Deutschland heraus, »Der Fußball. Zeitung zur Förderung aller Athletischen Sports«, fast dreißig Jahre vor dem »Kicker«

Weitere Ausstellungsthemen sind unter anderen die Präsenz von Engländern in Cannstatt, Hinweise auf die ersten Fußballplätze der Region auf dem Wasen, im Stöckach sowie der seit 1905 durchgängig bespielte Fußballplatz der »Stuttgarter Kickers« in Degerloch. Oder die Kampfschrift »Fußlümmelei« des Stuttgarter Gymnasiallehrers Karl Planck. Die Ausstellung gibt abschließend einen Ausblick auf die Entwicklung des VfB nach dem Ersten Weltkrieg, der zu einem der wichtigsten deutschen Fußballvereine aufstieg.

Besucherinformation

Ausstellungsdauer 17. April bis 28. Juli 2013, verlängert bis 28. August 2013

Öffnungszeiten
Mi 14–16 Uhr
Sa 14–17 Uhr
So 12–18 Uhr

Sonderöffnungszeiten über die Feiertage
Mi, 01.05.2013 (Maifeiertag), 14–16 Uhr
Do, 09.05.2013 (Christi Himmelfahrt), geschlossen
Mo, 20.05.2013 (Pfingstmontag), 12–18 Uhr
Do, 30.05.2013 (Fronleichnam), geschlossen

Der Eintritt ist frei

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
(keine Anmeldung erforderlich, Gebühr 3 Euro)
Mi, 24.04, 16 Uhr (Dr. Schmid)
So, 19.05, 15 Uhr (Schulze)
Mi, 05.06, 16 Uhr (Dr. Schmid)
So, 28.07, 15 Uhr (Schulze)

Sonder- und Gruppenführungen, auch für Schulklassen, auf Anmeldung unter
Tel. 0711 / 216 96 400 bzw. 216 96 406

Dokumente & Links

Veranstaltungort

Stadtmuseum Bad Cannstatt

Marktstraße 71/1 (Klösterle)
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Tel (0711) 5647 88
(während der Öffnungszeiten)
Tel (0711) 216 964 00
(Mo -Fr / Planungsstab Stadtmuseum)

Weitere Informationen zum Veranstaltungsort

Ausdruck vom 19.08.2017
http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/408.html